Energiepolitik

Ökologie und Ökonomie sind keine Gegensätze. Im Gegenteil: In der Energieerzeugung schafft ökologisches Handeln Arbeitsplätze.
 
Die privaten Haushalte im Landkreis zahlen jährlich ca. 120 Millionen Euro für die Begleichung ihrer Energierechnungen. Diese gigantische Summe kassieren mächtige Energiekonzerne, im Landkreis verbleibt kaum etwas. Sinnvoller wäre es, dieses Geld im regionalen Wirtschaftskreislauf zu belassen.
 
Eingesparte Energie - ist gespartes Geld sowie Entlastung unserer Umwelt.
Über 60 Prozent unseres Energieverbrauches kann mittels besserer Technik und klugem Einsatz eingespart werden, ohne dass unser Lebensstandard darunter leidet. Die restliche Energie kann mittels erneuerbarer Energiequellen nachhaltig erzeugt werden.
 
Landkreis BGL als Vorreiter.
Schon heute liegt die Leistung der Solarstromanlagen im Landkreis mit 34 Watt pro Bürger doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt. Auf jeden Landkreisbewohner entfallen statistisch 0,20 Quadratmeter Solarwärme­kollektoren; drei mal höher als im übrigen Bundesgebiet. Die geförderte Biomassenutzung liegt mit 120 Watt pro Kopf gleich vier mal höher. Über 50 Millionen Euro Umsatz machte das heimische Handwerk mit diesen geförderten Anlagen in den letzten fünf Jahren. 
 
Klimaschutz vor Ort.
Unserem Klima kann dies nur recht sein. Die derzeitigen Erneuerbaren Energieanlagen im Landkreis sparen über 2,5 Millionen Liter Importöl ein und entlasten die Atmosphäre jährlich um 8.000 Tonnen Kohlendioxid.
 
Chancen nutzen.
Doch das ist erst der Anfang.
 


Hierbei ist immer Voraussetzung, möglichst keine oder wenig Energie zu verbrauchen.
 
Eine detaillierte Energieberatung hinsichtlich Machbarkeit, Qualität der Gebäudehülle, Empfehlung geeigneter Dämm- und Verbesserungsmaßnahmen usw ist immer vor einer beabsichtigten Maßnahme erforderlich und dringend zu empfehlen.

Nutzung der Sonnenenergie: Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung, Solaranlagen zur Brauch-wassererwärmung und / oder zur Heizungsunterstützung oder evtl. auch zur Kühlung.
 
Einsatz von regenerativen (nachwachsenden) Energien: Biogasanlagen, Hackschnitzel-heizkraftwerke, Scheitholz- und Pelletsheizungen, Blockheizkraftwerke und Kraft-Wärme-Koppelung zur gleichzeitigen Erzeugung von Strom und Heizwärme oder zur Kühlung
 
In Windkraftanlagen, Geothermie (Erdwärmenutzung) und Wasserkraftanlagen liegt ein riesiges Potenzial an umweltfreundlicher Energie.
Steigern wir also unsere regionale Wertschöpfung um ein vielfaches und schaffen Arbeitsplätze für unsere Region.

Deshalb ist es unser Ziel, den Landkreis bis zum Jahr 2030 energieautark, das heißt, unabhängig vom Stromnetz und von nicht-nachwachsenden Brennstoffen (fossilen Brennstoffen) zu machen.
 
Eine nachhaltige Energiepolitik ist für uns alle unumgänglich.